Der KÖNIGSSEE in BAYERN

beliebtes Reiseziel St. Batholomä am Königsee, (c) Berchtesgadener Land Tourismus

Eines der beliebtesten Reiseziele in Bayern: Der Königssee im Nationalpark Berchtesgaden
Wenn man zum bekanntesten Fotomotiv des Königssee gelangen will, gibt es keinen direkten Wanderweg dahin: Die Halbinsel im Süden des Königssee mit der Wallfahrtskapelle St. Bartholomä. Sie stammt aus dem Jahr 1134! Mit dem Schiff kommt man komfortabel und schnell nach St. Bartholomä.

Mit dem Schiff auf dem Königssee
Die Elektroboote staren am Nordufer des Sees direkt im Ort Königssee. Nach dem Ablegen geht es vorbei an der kleinen Insel und vorbei an den mächtigen Felsen der Berchtesgadener Alpen. Sie fallen fast senkrecht zum Ufer des beliebten Reiseziel Königssee hinab, der an seiner tiefsten Stelle 290 Meter misst. Die Boote der Königsseeschifffahrt sind mit leisen Elektromotoren ausgestattet, seit mehr als 100 Jahren. Angeordnet wurde die Elektroausstattung von Prinzregent Luitpold! Er hatte Angst, dass das Rotwild in seinem Lieblings-Jagdrevier aufgrund von Bootslärm Reißaus nehmen könnte.

Das Echo am Königssee
Seit langer Zeit wird das Echo am See in den Berchtesgadener Alpen für die Gäste erzeugt. Bis in den 1930er Jahre wurde das Echo anhand von lauten Böllerschüsse demonstriert. Dann befanden aber  Sicherheitsexperten, dass die Böller zu gefährlich sind - und es wurde auf ein "musikalisches Echo umgestellt". Seither wird das Flügelhorn geblasen. Es klingt übrigens nicht immer gleich. „Je nachdem, wer gerade bläst“, sagt der Bootsführer Anton Hallinger. Er ist einer der Bootsführer auf dem bayerischen See. Seit Generationen ist der Familie Hallinger Familie Königsseeschifffahrt ein treuer Arbeitgeber und sie fahren gerne auf dem See.

Wieviele Boote verkehren auf dem Königssee?
In den Sommermonaten ist Hochsaison auf dem bekannten Alpensee. Dann starten 17 Boote im 10-Minuten-Takt von der Anlegestelle an der Seelände in Richtung St. Bartholomä. So können bis zu 5000 Personen täglich über den Königssee gebracht werden. Nach wie vor ein besonderes Vergnügen für Hallinger ist es, wenn er das Flügelhorn auf abendlichen Sonderfahrten blasen kann. „Das ist Romantik pur“, sagt der Berchtesgadener, der immer so lange wie möglich bläst, ohne den Zeitplan zu gefährden.

Zehn Minuten dauert die Fahrt bis zur Echowand, in einer halben Stunde muss die Halbinsel St. Bartholomä erreicht sein, hinter der die Ehrfurcht gebietende Watzmann-Ostwand aufragt. Neben der dem heiligen Bartholomäus gewidmeten barocken Wallfahrtskirche – mit ihren berühmten weinroten Zwiebeltürmchen eines der weltweit meistfotografierten Motive überhaupt – lockt ein Abstecher ins königliche Jagdschloss, in dem heute eine typisch bayerische Gaststätte nebst Biergarten zum Verweilen einlädt. Empfehlenswert ist ein Abstecher zur 400 Jahre alten Räucherkammer, in der der Fischer vom Königssee nach alter Tradition kleine Seesaiblinge in „Schwarzreiter“ verwandelt, indem er sie über Buchenholz räuchert – eine Spezialität, die es nur am Königssee gibt. Wer möchte, kann auf St. Bartholomä zudem an einer landschaftskundlichen Führung teilnehmen oder mit dem Nationalpark-Ranger in die seltene Tier- und Pflanzenwelt der Halbinsel vordringen. Einen Überblick über Angebote und Termine gibt’s vor Ort in der Nationalpark-Informationsstelle.

In weiteren 20 Bootsminuten ist die Haltestelle Salet erreicht, das hintere Ende des acht Kilometer langen Königssees und der Eingang zum Naturparadies des Nationalparks Berchtesgaden. Als erstes Highlight präsentiert sich hier der Röthbach-Wasserfall, der höchste seiner Art in Deutschland: Über 400 Meter stürzen die Wassermassen die Felsen hinab in den Obersee, der einst durch eine Moräne vom Königssee getrennt wurde.

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Reiseziel St. Bartholomä Bayern

Auf dem Rückweg halten die Boote für Bergwanderer in Kessel an: Wer über ausreichend Kondition verfügt, macht sich von hier aus auf den Weg zur idyllischen Gotzenalm (1685 Meter). Diese Tour gehört zu den absoluten Wander-Klassikern im Berchtesgadener Land, nicht zuletzt wegen des traumhaften Panoramas, das vom flachen Hochkönigsplateau über die Pyramide der Schönfeldspitze bis zur gegenüber aufragenden Watzmann-Ostwand reicht. Wer den winzigen Aufstieg zur Aussichtskanzel des Feuerpalfen (1700 Meter) noch in Kauf nimmt, wird mit einem Bilderbuchblick auf den türkis schimmernden Königssee und die Zwiebeltürme vombeliebten Reiseziel St. Bartholomä belohnt.

Übrigens: Nicht nur Urlauber schippern über den Königssee, auch die einheimischen Kühe. Alljährlich im Frühsommer treten sie die Bootsreise zu den saftigen Almen im Nationalpark an, um im Herbst wieder übers Wasser in die heimischen Ställe zurückzukommen. Erst wenn sie festen Boden unter den Hufen haben, werden sie geschmückt – selbstverständlich nur, sofern nichts passiert ist. Wer sich den ungewöhnlichen Almabtrieb anschauen möchte, hat im Herbst Gelegenheit dazu. (Berchtesgadener Land Tourismus)