Weltkulturerbe Kroatien

Beliebte Reiseziele in Kroatien: Das UNESCO Weltkulturerbe in Kroatien. Reise Weltkulturerbe -  Reise Altstadt Dubrovnik, Reiseziel Trogir.

Sehenswürdigkeiten Kroatien: Die schönsten Schlösser

Schlösser in Kroatien als beliebte Reiseziele 
Das Kulturerbe Kroatiens wird von hunderten von Schlössern, Burgen, Festungen, Sommerpalästen und Kurienhäuser bereichert. In der Vergangenheit baute man sie als Wächter vor Feinden auf  wichtigen Knotenpunkten. Viele von ihnen verwahrlosten im Verlauf der Zeit, doch ein Teil ist fast vollständig erhalten geblieben. Einige darunter stellen echte Perlen des kultur-geschichtlichen und architektonisch-baulichen Erbes dar. Sie sind bei einer Kroatien Reise oft besuche Sehenswürdigkeiten.
Solch ein imposantes Bauwerk ist mit Sicherheit das Schloss Trakošćan. Im 13. Jh als kleinere Festung erbaut, bekam das Schloss sein heutiges Aussehen im 19. Jh, als es vom damaligen Spross der Besitzerfamilie, Grafen Juraj Drašković, im neogotischen Stil erneuert und zum Residenzschloss mit romantischer Parkalandschaft und künstlich angelegtem See umgebaut wurde.
Heute ist es eines der attraktivsten und besuchtesten Schlösser in Kroatien,  das jährlich von mehr als 65.000 Besuchern besichtigt wird.
Es ist ein Ort von unvergleichlicher Schönheit und ein Flecken Paradies für alle, die ihre Freizeit angenehm in der Natur verbringen und Geheimnisse, verborgen im alten Schlossgemäuer,  aufdecken möchten.
Das repräsentativ ausgestattete Schloss ist von hohem historisch-baulichen Wert. Die  Fresco-Wandmalereien zeigen Darstellungen der Jagd, des Vergnügens und andere Motive, die die intelektuellen Kreise der damaligen Zeit in Wien, Budapest und Paris beschäftigten, und enthüllen dabei Geheimnisse aus dem Lebens der Hocharistokratie.
Als musealer Raum ist das Schloss in vier Ebenen und mehrere Gesamtheiten des Interieurs aufgeteilt, unter welchen der Ritter- und Jagdsaal, der Musiksalon, die Bibliothek und das Atelier der Malerin Julijana Erdödy, aber auch die Küche, das Waffenarsenal und die Kerker besonders erwähnenswert sind. Neben den wertvollen Exemplaren des erhaltenen Mobiliars, Gemälden und zahlreichen Nutzgegenständen, von denen jeder seine Geschichte erzählt und die Geheimnisse des Schlosses preisgibt, ist die Waffensammlung, die die militärische Geschichte der Familie Drašković nacherzählt und etwa 300 Exemplare verschiedener Waffen, Feuerwaffen und Militärausrüstung aus dem 15.-19. Jahrhundert enthält, besonders interessant und bedeutend.
Um den See und durch die Parklandschaft sind Wander- und Spazierwege angelegt. Auf dem Parkgelände befindet sich die Kapelle des Hl. Kreuzes, die in neuerer Zeit an Popularität gewann, da in dieser Kapelle die Zeremonien der Trakošćaner  Hochzeiten abgehalten werden.

Schlösser Kroatien: Kutjevo
Die einstige Jesuiten-Residenz in  Kutjevo, die auf den Grundlagen der mittelalterlichen Zisterzienser-Abtei Honestae Vallis entstand, erbauten die Jesuiten zwischen 1721 und 1735 als einen barocken Komplex mit Kirche und grosser Residenz – dem Schloss. Von der Abtei blieben die berühmten Weinkeller erhalten. Im errichteten Bauwerk blieben Überreste einiger Mauern der mittelalterlichen Abtei erhalten.
Um den Keller von Kutjevo ranken sich einige Legenden, darunter auch eine recht delikate über die geheime Liaison zwischen der Kaisern Maria Theresia und dem Baron von der Trenck. Die Geschichte besagt, der Baron und die Kaiserin hätten sich zur stillen Nachtstunde im Weinkeller  getroffen.  Nachdem alle Bediensteten nach draussen gebeten wurden, begannen die aphrodisierenden Eigenschaften der Weine von Kutjevo auf sie einzuwirken, und so verliessen die Kaiserin und der Baron erst sieben Tage später den Keller.

Schlösser Kroatien: Veliki Tabor
Es handelt sich um ein unter strengstem Denkmalschutz (Denkmal der sog. nullten Kategorie) stehendes Kulturdenkmal, das nach umfangreichen konservatorisch-restauratorischen Arbeiten nach der II. Phase der Erneuerung für Besucher freigegeben wurde. Das Schloss befindet sich in der Gemeinde Desinić in der Region Hrvatsko zagorje. Die ältesten Teile der Befestigungsanlage gehen auf das 12. Jh, während sein heutiges Aussehen das Burgschloss  im 16. Jh bekam, zur Zeit des Adelsgeschlechtes Rattkay, das die Stadt und das Burgschloss drei Jahrhunderte lang in ihrem Besitz hielt. Mit Veliki Tabor steht auch eine der berühmtesten kroatischen Legenden in Verbindung, nämlich die unglückliche Liebesgeschichte zwischen Veronika Desinička und Friedrich Celjski. Veronika und Friedrich schlossen heimlich die Ehe nach ihrer Flucht, doch die Soldaten von Friedrichs Vater Herman Celjski nahmen sie gefangen. Friedrich wurde im Turm von Celje eingekerkert, während Veronika ertränkt und in die Schlosswände eingemauert wurde. Die zweite Version der Legende besagt, dass Veronika mit ihren Zauberkräften Veliki Tabor vor türkischer Gefahr rettete: sie verwandelte kleingehacktes Stroh in schreckliche Hornissen, die die türkischen Belagerer in die Flucht zu schlagen vermochten.

Tvrdalj, der Landsitz des Dichters Petar Hektorović in Stari Grad auf der Insel Hvar
Die Architektur des Landsitzes verbindet in sich den Wehrcharakter einer Festung mit bukolischem Idyll eines Sommerschlosses. Erbaut wurde es im 16. Jh für den kroatischen Dichter aus der Renaissance Petar Hektorović, der den Bau mitgestaltet hat. Der Dichter selbst brachte im Landsitz viele eigene Zitate in Kroatisch, Latein und Italienisch an die Wände an. Der wichtigste Spruch, Omnium Conditori,  steht an zentraler Stelle im Haus, da  das ganze Objekt dem Erschaffer von Allem gewidmet ist. Aus den anderen Sprüchen und Zitaten kann man schliessen, dass Hektorovic dieses Sommerschloss für sich und seine Freunde erbauen liess, dass er aber auch  Reisenden und Armen Gastfreundschaft erwies.
Die berühmteste Sehenswürdigkeit des historischen Bauwerkes ist der Brackwasser-Fischteich,  in dem Meeeräschen leben, und der Innenhof mit dem Laubengang und sorgsam behütetem Garten. Man nimmt an, dass der Fischteich auf Überresten einer antiken Piscina entstand.
 
Festung Nehaj in Senj
Nehaj wurde als Militärfestung der Uskoken am Berg Nehaj im Jahre 1556, während der Herrschaft des österreichischen Herzogs Ferdinand I erbaut, um die Stadt Senj vor den häufigen Angriffen der Türken und Venezianer zu schützen. Mit der Zeit ist die Festung zum Wahrzeichen der Stadt Senj geworden. Die Militärdoktrine jener stürmischen Zeit, als die Festung erbaut wurde, lautete: alle Kirchen, Klöster und Gebäude ausserhalb der Stadtmauern niederzureissen, damit der Feind nicht in ihnen sein Lager aufschlagen kann.
Die Festung hat einen quadratischen Grundriss und ihre Seiten sind nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet. Sie ist 18 m hoch und 23 m breit. . An den Spitzen der vier Ecken befinden sich Ecktürme. In den Mauern findet man um die hundert Schießscharten und elf große Schussöffnungen für die Kanonen.    
Das Bauwerk besteht aus Erdgeschoss, in dem sich eine Feuerstelle und der Mannschaftsraum für die Besatzung und ihre Ausrüstung und Waffen befand, und dem Innenhof mit dem Zisternenbrunnen. Heute ist die Festung für Touristen geöffnet. Von ihrer Spitze hat man schönen Ausblick auf die nördliche kroatische Küste mit den Inseln Rab, Goli, Prvić, Cres und Krk, wie auch auf das Gebirge Učka und Velebit.

Altstadt von Đurđevac
Die Festung, die sich auf einer Anhöhe inmitten des Sumpfes nördlich der alten Siedlung  Đurđevac erhebt, lies höchst wahrscheinlich um das Jahr 1488 der Bischof von Pecs Sigismund Ernušt erbauen. Die Festung wurde wegen der drohenden Gefahr einer osmanischen Invasion, aber auch wegen  den ständigen Streitigkeiten zwischen den Feudalherren errichtet. Heute ist es ein monumentales Denkmal der ersten Kategorie mit Museum und Galerie, in der sich der künstlerische Nachlass des naiven Malers Ivan Lacković Croata befindet. Die Ausstellungen befinden sich in den oberen Etagen, während das Erdgeschoss der Gastronomie-Zone verbehalten ist.
Unter den Bewohnern von Đurđevac lebt bis heute die Legende über die tapferen und spitzfindigen Picoki, die 1552 den türkischen Angriff auf die Stadt abwehren konnten. Ihnen zu Ehren wird jeden Sommer  während des Picokijada-Festes eine historische Nachstellung der damaligen Ereignisse inszeniert. Die türkischen Eroberer belagerten die Stadt, aber die mutigen Verteidiger wollten sich nicht ergeben. Ohne Nahrung verblieben, schossen sie ihren letzten Hahn aus der Kanone auf das osmanische Heer ab. Die Türken dachten, in der Festung gäbe es noch reichlich Verpflegung und zogen sich zurück, ohne die Festung eingenommen zu haben.
Die Altstadt von Đurđevac wurde in das Netzwerk der 20 herausragenden Reiseziele Europas, die das immaterielle Kulturerbe pflegen, aufgenommen.

Altstadt von Varaždin
Die befestigte  Altstadt von Varaždina entstand im 14. Jh. Im Besitz der Grafen von Celje wurde die Festung im gotischen Stil umgebaut. Im 16. Jh kam das Anwesen in den Besitz der Familie Ungnadi, die es nach dem Vorbild einer Renaissance-Fortifikation erneuern liess und dafür Domenice de Lali, den zur Zeit der Renaissance berühmtesten Baumeister Europas, engagierte.  Es wurden Mauern mit runden Halbschalentürmen, Schutzerdwälle und Wassergräben gebaut, wodurch die befestigte Altstadt das Aussehen einer Wasserburg erhielt. Im ausgehenden 18. Jh liess die Familie Erdödy  am Bauwerk mehrere kleine Eingriffe im Barockstil ausführen. Heute befindet sich im Schloss das Stadtmuseum mit ständiger Ausstellung. Dieses Wahrzeichen der Stadt Varaždin ist auf den mittlerweile schon selten gewordenen Geldscheinen von 5 Kuna abgebildet.

Altstadt von  Čakovec
Bekannt auch als die Alte Stadt der Zrinski – nach dem Adelsgeschlecht der Zrinski, die eine wichtige Rolle in der Entwicklung dieser Region innerhalb der Habsburger Monarchie gehabt haben, stellt die Altstadt von Čakovec heute ein Symbol der Identität und Tradition der Region Međimurje dar. Urkundlich erwähnt wird die Altstadt zum ersten Mal im 13. Jh als Festung, die vom Grafen Dimitrije Čak erbaut wurde. Das Schloss wechselte später ständig die Besitzer, die es etappenweise erweiterten.
Die Festung besteht aus äusseren Wehrmauern mit hervorspringenden Bastionen, die  in Kroatien einzigartig sind, denn anstatt  aus Erde sind sie aus Ziegelsteinen in Form eines viereckigen Palastes erbaut. Das heutige Aussehen  erhielt die Festung um 1743, zur Zeit der Familie Althan, die den alten Renaissancepalast der Zrinski zu einem monumentalen Barockschloss ausbaute. Einst erstreckte sich der Schlosspark bis zu dem einige Kilometer entfernten Ort  Šenkovec, wo sich das Mausoleum der Familie Zrinski befindet. Heute umgibt das Schloss ein Park, der den Namen Perivoj Zrinski trägt. In der Altstadt von  Čakovec befindet sich auch das Museum von  Međimurje.

Schloss Pejačević in Našice
Auf dem einstigen Landgut der Familie Pejačević in Našice erheben sich zwei Schlösser nebeneinander:  das grosse, das zu Beginn des 19. Jh erbaut wurde, und das kleine, das Anfang des 20. Jh erbaut  und 1907 bezogen wurde.  Für die damals vorherrschenden Verhältnisse in der österreichisch-ungarischen Monarchie war das Schloss sehr innovativ gebaut, denn es hatte einen Unterbau aus armiertem Beton, um das Bauwerk vor Feuchtigkeit und unterirdischem Gewässer zu schützen. Das grosse Schloss änderte seit seiner Erbauung 1811 mehrmals das Aussehen, und gänzlich verändert wurde es 1865, als es grundrissmässig vergrössert und massiv aufgebaut wurde. Das einst bescheidene Barockschloss wurde zu einem spätbarocken Monumentalbau mit reichen architektonischen Verzierungen. Das grosse Schloss ist von einer Parklandschaft umgeben, die in der Vergangenheit,  im Unterschied zu heute, von bedeutendem historischen und künstlerischen Wert war, denn im Park wuchsen Riesenmammutbäume,  Gingkobäume, Kiefern, Roteiben und andere exotische Pflanzenarten. Heute beifndet sich im Schloss ein Museum.

Bilje – Jagdschloss des Prinzen Eugen von Savoyen
10 km von Osijek entfernt, wurde das Schloss in der ersten Hälfte des 18. Jh erbaut, als der  Renaissance- und Barockstil, in dem es gehalten ist, für Mittel- und Westeuropa schon veraltet war. Doch das Schloss Bilje rechtfertigt seine Stilgestaltung, denn zur Zeit seiner Entstehung befand sich das Schloss an der Grenze zum Osmanischen Reich. Es wurde im sumpfigen Gebiet als Jagdschloss erbaut, und sein erster Besitzer, Prinz Eugen von Savoyen, besuchte es genau sieben mal. Urkundliche Erwähnungen des Schlosses sind sehr selten. Manche bezeugen, dass das Schloss auf den Fundamenten einer türkischen Stadt entstand, und dass  in seinen riesigen Kellern grosse Weinfässer aus  osmanischer Zeit lagen. Andere belegen wiederum, dass sich in den Kellern die Verliese befanden.
Um das Schloss herum wurde Mitte des 18. Jh eine Parklandschaft gestaltet, die sich auch heute noch auf 800 ha erstreckt. Die Felder, Wiesen und Wälder  in der Umgebung des Schlosses gehören zum Jagdrevier.  Im Schloss sind heute Verwaltungsbüros  öffentlicher  Anstalten, nämlich der Kroatischen  Forstwirtschaft und des Naturparks Kopacki rit, untergebracht.  Im  Kellergewölbe befindet sich die  Ausstellungsgalerie Eugen von Savoyen. Das Schloss mit umliegendem Anwesen bietet jedem Besucher, genau wie einst dem Prinzen von Savoyen, unschätzbar wertvolle Augenblicke der Entspannung in der Natur.

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