Georgiritt und Schwertertanz in Traunstein

Osterbrauchtum Bayern: Der Schwertertanz und Georgiritt in Traunstein im Chiemgau

Brauchtum im Chiemgau an Ostern
Wir sind am Chiemsee. Es sind Osterferien und wir machen hier Osterurlaub. Am Ostermontag findet hier im Chiemgau jedes Jahr in Traunstein der Georgiritt statt. Diesen Brauch möchten wir uns einmal ansehen. Hunderte von Beteiligten sind auf Pferden dabei und reiten durch die Stadt Traunstein. Dies ist seit 1891 Brauch in der Stadt Traunstein. Verbunden mit dem Brauchtum des Georgiritt ist der Schwertertanz am Stadtplatz in Traunstein.

Osterbrauchtum in Traunstein: Der Schwertertanz
Am Ostermontag stehen wir besonders früh auf, um ja rechtzeitig am Stadtplatz in Traunstein zu sein. Dort finden sich jedes Jahr einige tausend Menschen aus dem gesamten Chiemgau und den umliegenden Gemeinden rund um den Chiemsee zusammen. Bei gutem Wetter treffen sich 10.000 Zuschauer und rund 400 Beteiligte um den Winter auszutreiben.

Sie alle möchten um 9:30 Uhr den prachtvollen Schwertertanz sehen. Wir auch. Auf dem großen Stadt Platz hinter der Kirche sind bereits viele Schaulustige zusammen gekommen und warten hinter den Absperrungen. Die besten Plätze werden heiß umkämpft, in der ersten Reihe rund um die große Holzbühne sieht man den Schwertertanz wohl am besten.

Wie läuft der Schwerttanz im Chiemgau ab?
Auch wir finden dort noch einen Platz, und warten die letzten Minuten ab. In der Ferne ist bereits die marschierende Musikkapelle mit den Pfeifern und Trommlern zu hören. Pünktlich um 9:30 Uhr beginnt der historische Schwerttanz auf dem Stadtplatz in Traunstein. 16 Tänzer betreten die große Holzbühne, dazu noch der "Frühling", ein in rot gekleidete Mann und zwei Buben, die den Winter darstellen sollen. Der Schwerttanz besteht aus einem Prolog, dem Schwertlied und dem Epilog. Den Gipfel des Brauchtums bildet die Emporhebung des Frühlings: Dazu stecken die 16 Tänzer ihre Schwerter zu einer Rose zusammen, auf der die Person, die den Frühling verkörpert, empor gehoben wird.

Die größte Pferdewallfahrt in Bayern: Der Georgiritt in Traunstein
Nach gut 20 Minuten ist der historischen Schwerttanz vorbei und der Georgiritt beginnt. Der Georgiritt in Traunstein geht auf das Jahr 1891 zurück. Es handelt sich dabei um die kirchliche Pferdeweide. Sie diente damals noch mehr als heute dem Schutz für die Pferde.

Der Festzug nimmt Aufstellung: Zuerst die Trommler, dann die Pfeiffer, hinter ihnen die Schwerttänzer. Dahinter folgt der Linde und der eiserne Ritter. Hinter ihnen laufen die vielen Reiter mit prachtvoll geschmückten Pferden und den traditionell gekleideten Reitern. Sie gehen durch die Gassen von Traunstein hinunter zur Traun und von dort wieder hinauf zum schön gelegenen Ettendorfer Kircherl. Hier bei der wunderbar gelegenen Kirche steht die hohe Geistlichkeit und weiht die vorüberziehenden Pferde samt Reiter. Danach geht es zurück an den Stadtplatz, wo sich der Zug auflöst. Für die Spätaufsteher folgt hier um 14:00 Uhr der Schwertertanz noch einmal.

Osterbrauchtum in Bayern
Uns hat dieses traditionelle Brauchtum sehr gut gefallen. Mit vielen anderen Zuschauern haben wir den Frühling begrüßt. Sollte man einmal gesehen haben, wenn man einen Osterurlaub in Bayern verbringt.

Wie kommt man nach Traunstein zum Georgiritt?
Mit dem Auto über die Autobahn München Salzburg, Abfahrt Traunstein. Hier der Beschilderung zur Stadt Traunstein folgen. Am Ostermontag ist die Innenstadt gesperrt, so dass man die ausgeschilderten Parkplätze am Stadtrand benutzen muss. Zu Fuß ist man aber in 5 Minuten direkt am Stadtplatz.

Was sonst unternehmen im Chiemgau: Hier unser Überblick zum Chiemgau

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